Samstag, 5. Januar 2008

Kleine Insel, Grosse Liebe

Erstmal wuensche ich Euch allen ein Frohes Neues Jahr ! Ich hoffe Silvester hat jeder gut ueberstanden und fuer wohl die meisten auch den anschliessenden Kater :-) Meines war sehr beschaulich, aber spaeter mehr dazu.

Ich fange direkt an mit schwaermen. Jeden Tag, den ich hier auf Tasmanien laenger bin, waechst in mir der Gedanke mich hier einfach niederzulassen. Diese Ruhe und Gemuetlichkeit, die selbst die groesseren Staedte hier ausstrahlen ist einfach phaenomenal. Die Naturschauspiele kommen noch hinzu. Die Landschaften, Steilkuesten und Straende lassen die Herzmuskeln echt vor Freude tanzen.
Aber mal zu den Geschehnissen der letzten Tage. Nachdem ich mich in Hobart mit meinen beiden Begleiterinnen getroffen habe, sind wir nach einer Nacht in einem sehr angenehmen Hostel aufgebrochen, um bei einem Typ zum wwoofen anzuheuern. Kurz zur Erklaerung wwoofen = willing workers on organic farms. Man arbeitet ca. vier Stunden am Tag und bekommt dafuer Unterkunft und Verpflegung. Das ich aber an dem Ort, wo es uns hinverschlagen sollte, noch eine weitere riesen Erfahrung in Sachen einfaches Leben machen werde, haette ich in dieser Form nicht erwartet.
Wir wurden in Hobart abgeholt von einer netten Frau, die auch an unserem kuenftigen, temporaeren Heim wohnt. Nach einer zweistuendigen Fahrt zum suedoestlichen Zipfel von Tasmanien, kamen wir im Nirgendwo an. Es gab kein Handynetz, kein fliessend Wasser, keine Duschen, Toiletten waeren schoen gewesen. Es war ein grosses Stueck Land, wo unser Gastgeber ein Bed & Breakfast aufbauen wollte. Fuer dieses mussten Mudbricks (Steine aus Lehm, Sand und Wasser) hergestellt werden, dieses sollte unsere Aufgabe sein. Zum Wohnen hab es nur einen Bretterschuppen, der eine Mischung aus Geruempel, Werkstatt und Abenteuerwohnen darstellte. Man glaube es aber kaum, es gab wenigstens Strom und zu meiner Freude, hatte der gute Mann eine kleine Sauna, mit nostalgischem Holzofen zum einheizen gebaut. Richtig fein, das Teil hatte ich mir jeden Abend angeheizt. Wer jetzt denken mag, dass dieses alles grausam war irrt sehr, denn ich habe das alles total genossen. Es war eine total geile Zeit und es hat wirklich riesen Spass gemacht unter so einfachen Verhaeltnissen zu hausen. Jeden Tag gab es frisch gebackenes Brot zu Mittag und Abends zum Dinner wurde ich irgendwas im Feuerofen zubereitet.
Am New Years Eve sollte es was besonderes geben. Wir sind zum Fischen an die Kueste gefahren um Abalonies zu fangen. Ich habe mich in einen Wetsuit geworfen, Taucherbrille auf und mit Messer bewaffnet in die tasmanischen Fluten geworfen. Leider war das Meer etwas Rau und die Stelle, wo wir getaucht sind sehr pflanzenreich und somit haben wir keine gefunden. Aber es war dennoch sensationell. Die Fische sind um einen rum geschwommen und man ist durch einen richtigen Unterwasserdschungel getaucht. Somit gab es dann am Abend Pfannkuchen mit Erbsen aus dem Garten. Um Mitternacht gab es dann ein kurzes Happy New Year und wir alle sind ins Bett. Hoert sich recht unspektakulaer an, aber der Abend war richtig schoen. Haben ums Feuer gesessen und rundherum, gab es ja ausser Wald und Wiesen nichts. Demnach auch kein Feuerwerk zu sehen. Aber es war so chillig und angenehm. Am naechsten Morgen sind wir dann alle hochmotiviert wieder an die Arbeit gegangen und haben wie die Wilden weiter an seinem Haus rumgezimmert.
Gestern sind wir wieder hier in Hobart angekommen und ich muss gestehen, dass es doch mal wieder schoen ist, sich mit fliessend warmen Wasser zu waschen und auf ein normales Klo zu gehen. Moechte diese schoene Zeit auf keinen Fall missen.

Jetzt werde ich erstmal hier eine Woche bleiben und dann nach einer neuen Arbeitsgelegenheit Ausschau halten.

... und hier das Ganze in Bildern.

Die Wharf von Hobart




Salamanca Place in Hobart


Der Salamanca Market, jeden Samstag.


Vom Baum verschluckt


Eine der vielen herrlichen Steilkuesten


Und hier eine weitere


Mein Zuhause der letzten Tage. Die kleine Bretterbude in Front ist die Sauna, im Hintergrund die Baustelle fuer das Bed & Breakfast.


In dieser gemuetlichen Huette haben wir gewohnt.


Ist das nicht ein interessanter Baumstumpf ...


... und hier die Funktion des Ganzen. Einfach ein grandioses Klo mit phaenomenalem Ausblick.


Unsere Schlafecke


Super Wetter zum Tauchen


Stretching ist wichtig


Das noetige Zuebehoer uebergezogen ...


... und ab in die Fluten. Nebenbei bemerkt, man glaubt nicht, wie kalt die Tasmanische See ist. Ohne Wetsuit geht man kaputt in der Bruehe.


Leider nix gefangen, dafuer macht der Chef Pannekuche zu Silvester.


Und ganz fleissig wie man halt so ist, vorm Schlafen gehen noch brav den Abwasch in der Scheunenkueche. Zur Rechten, eine meiner Begleiterinnen, Miriam.


Fleissig am naechsten Morgen. Es muessen noch viele Bricks zusammengemanscht werden.


Ein Herz fuer Matschepampe




Das Resultat, in einer Woche ca. 130 Bricks.


Nochmal einen Panoramablick auf die Idylle

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Finally on Tasmania

Hier bin ich richtig. Gestern gelandet und schon nach einer Nacht total begeistert. Nachdem ich gestern morgen in der Fruehe gelandet war, hatte ich ja einen ganzen Tag Zeit um die Hauptstadt Hobart etwas naeher kennenzulernen. Obwohl gestern Boxing Day war und damit einer hektischtsten Tage in Australien (weil der Schlussverkauf losgeht), war davon hier nichts zu merken. Die ganze Stadt ist total entspannt und hat ueberhaupt nicht den Charakter einer groesseren Stadt. Sie ist mit ihren 150 bis 190 tsd. Einwohnern ja auch nicht wirklich gross. Auf jeden Fall ist sie mit ihrem tollen Hafen irgendwie mit einem Fischerdorf zu vergleichen. Altmodisch mit einem sehr reizvollen Charme und wie gesagt absolut laid back.
Nachdem meine letzte Nacht in Melbourne sehr angstregend war, kann ich die Ruhe auch gut gebrauchen. Mein Flug ging ja in der Fruehe um 6 Uhr, somit wollte ich eigentlich nur frueh ins Bett gehen um ein wenig zu schlafen, da ich um 4 Uhr zum Flughafen aufbrechen wollte. Leider war wirklich in jedem Zimmer, auf den Gaengen, in den Fahrstuehlen usw. eine Weihnachtsparty am laufen. Also war nix mit schlafen. So gegen 12 Uhr nachts war ich dann so genervt, dass ich meine Sachen geschnappt und ausgecheckt habe. Bin zu Fuss zur Southern Cross Station, wo der Bus um 4 Uhr abfahren sollte. Und siehe da, in der Tiefgarage vom Bahnhof war dann wirklich Ruhe und angenehmer als im Hostel.

Morgen frueh geht es dann weiter. Werde um 11 Uhr an der oertlichen Bibliothek abgeholt und fahre auf eine Farm, wo es wieder ans arbeiten geht. Ich bin sicher, dass es grandios wird, da mein jetztiger Eindruck von Natur und Menschen sehr gut ist und mich schon ein wenig euphorisch stimmt.

Ich haette zwar gerne noch ein Bilder hochgeladen, aber mit der Technik ist es wohl hier noch nicht soweit. Der PC im Hostel ist aus dem 18. Jahrhundert und ich denke, dass es ausserhalb von Hobart nicht besser wird. Wenn ich irgendwann mal wieder einen brauchbaren PC finde, gibt es einen Rundumschlag. Ausserdem ist Tasmanien nicht mit Handyempfang gesegnet. Also wenn mir jemand von Euch mal eine sms schickt und ich nicht antworte, bin ich wohl gerade an einem der vielen toten Flecken gelandet.

Bis demnaechst und kommt alle gut ins neue Jahr !!!

Dienstag, 25. Dezember 2007

FROHE WEIHNACHTEN !!!

Wuensche Euch allen ein frohes Fest und beschauliche Feiertage.

Ich bin heute wieder in Melbourne gelandet und verbringe hier den Christmas Eve. Die letzten Tage war ich in einem schoenen kleinen Staedtchen namens Lorne direkt an der Great Ocean Road. Waere am liebsten dort noch etwas laenger geblieben, aber morgen in der Fruehe hebt mein Flieger in Richtung Tasmanien ab. Melbourne ist heute richtig interessant zu erleben, denn hier ist wie ausgestorben. Der normalerweise sehr belebte Central Business District gleicht einer Geisterstadt. Ich hoffe jetzt nur, dass in meinem Hostel nicht zu sehr die Weihnachtsparties gefeiert werden, da ich gegen 3 Uhr zum Flughafen aufbrechen muss und ein wenig Schlaf haette ich da schon gerne.

Also meine lieben Daheimgebliebenen, geniesst Weihnachten und bleibt gesund!

Montag, 17. Dezember 2007

Melbourne in Bildern

War heute auf einer kleinen Stadtrundfahrt und habe ein paar Bilder geschossen. Es sind jetzt zwar keine weltbewegenden Photos, aber einfach mal ein paar Eindruecke.

enjoy ...

Skyline von Melbourne. Links im Bild, der Rialto Tower, das hoechste Officegebaeude der suedlichen Erdhemisphaere.


Der Yarra River


Nochmal Skyline


Melbourne von oben. Hier gross im Bild der Cricket Ground.


Ich haette fuer die Melbourne von oben Aufnahmen natuerlich fuer 20 Dollar auf die Aussichtsplattform vom Rialto Tower fahren koennen. Aber da tut es die Herrentoilette im 35. Stock des Hotel Sofitel doch allemal ... und das umsonst!


Eine von den vielen netten Seitengassen im Central Business District. Cafes, Restaurants und Pubs sind hier zu finden. Leider immer sehr busy, vor allem zu Lunch und Dinner Zeiten.




Achtung, eine volle Portion Kultur. Hier das aelteste Gebaeude in Australien. Captain Cooks Cottage. Wobei man dazu sagen muss, dass es eigentlich 1755 in England gebaut wurde und dann 1934 hier nach Australien gebracht und wieder aufgebaut wurde. Es hat mehr symbolischen Wert, da es von den Eltern von Captain Cook (der offizielle Entdecker Australiens) erbaut wurde.

Sonntag, 16. Dezember 2007

Melbourne ... soweit so gut ...

Jetzt nach einer Woche in Melbourne, dachte ich, waere es doch mal wieder Zeit ein wenig zu berichten. Die ersten Erfahrungen und Ereigenisse haben sich gelegt und der Eindurck steht. Wie schon im Betreff vielleicht zu erkennen, bin ich jetzt nicht so euphorisch hier. Der Start hier war auch etwas holprig muss ich zugeben. Kam hier vor einer Woche am fruehen Abend an und musste etwas erschoepft mit Sack und Pack erstmal nach einer Unterkunft suchen. Da Weihnachten und Neujahr vor der Tuer steht, haben sich bereits viele partysuechtige Leute niedergelassen. Melbourne galt fuer mich sowieso nur als Uebergang, aber nichts desto trotz wollte ich mich ja auch etwas umschauen. Aber zurueck zum Schlafplatz. Nach ein paar erfolglosen Anlaeufen in diversen Hosteln bin ich letztendlich in einer Absteige gelandet. Ich kann wirklich kein anderes Wort dafuer finden, da es wirklich einfach nur deprimierend dort war. Ich hatte eigentlich geplant mich direkt fuer ein paar Tage irgendwo niederzulassen. Aber das hatte ich mir doch recht schnell wieder aus dem Kopf geschlagen. Nach einer schlaflosen Nacht in dem Loch, habe ich meine Sachen geschnappt und weiter auf die Suche gemacht. Im Gegensatz zum vorangegangen Abend, bin ich doch recht schnell fuendig geworden. Wohne jetzt in einem schoenen Hostel, zwar etwas teuer, aber dafuer sauber mit netten Mitbewohnern. Habe mir ganz schoen in der Hintern bebissen, dass ich das Hostel nicht schon am Vorabend aufgetan habe, war aber wohl etwas zu muede und habe es wohl schlicht und einfach uebersehen.

Die naechsten Tage waren gepraegt von langen Maerschen quer durch die Stadt. Es war doch erschreckend, wie sehr mich die Zeit im beschaulichen Cooktown gepraegt hat, diese ganze Stadtatmosphaere ging und geht mir total gegen den Strich. Bis heute habe ich mich nicht wirklich eingelebt. Habe mich jetzt die Tage mit einem Kumpel getroffen, mit dem ich auf der Bananenfarm zusammengeschafft habe. Das hat doch mein Gemuet schon sehr aufgehellt.

Eine andere Sache war, dass das hart verdiente Bananengeld doch schneller zur Neige ging als erwartet. Hostelkosten, Fluege und Lebenshaltung sind doch ohne Arbeit nicht zu verachtende Faktoren um sein Geld schnell loszuwerden. Also habe ich mir zur Ueberbrueckung einen casual job bei einer Event Agentur besorgt. Nicht gerade mein Traumjob, schlechte Bezahlung, aber ein Segen fuers Konto.

Die Tage in Melbourne sind auf jeden Fall gezaehlt, am kommenden Mittwoch geht es weiter in ein kleines Staedtchen ca. 100 km von hier. Queenscliff. Die Stadt liegt direkt am Meer und ist sehr ueberschaubar. Da sie recht unbekannt und abgelegen ist, hoffen wir (mein Kumpel Olly begleitet mich), dass nicht so viele Menschen am Start sind und wir ein ruhiges Weihnachten dort verbringen koennen. Am 2. Weihnachtsfeiertag geht es auch schon weiter fuer mich alleine. Ich fahre zurueck nach Melbourne und werde einen Flieger nach Tasmanien besteigen. Hier plane ich die naechsten ein bis zwei Monate zu verbringen. Ich kann es auch kaum noch erwarten endlich dort anzukommen, denn diese Insel, bestaetigt auch jeder der dort war, ist ein herrliches Fleckchen Erde in purer Natur. Keine Grossstadt, wenig Menschen, einfach nur Ruhe und Abgeschiedenheit. Ich hoffe, dass ich mich auf einer netten Farm niederlassen kann um a) meine 3 Monate fuer das 2. Visum jetzt vollzumachen und b) ein paar Dollar fuers Sparschwein verdienen kann.

Moechte aber abschliessend auch nochmal anfuegen, dass Melbourne nicht nur negative Eindruecke bei mir hinterlassen. Es gibt schon einige nette Ecken. Vor allem die vielen Stadtparks schaffen eine nette Atmosphaere. Bis Mittwoch bleiben noch zwei volle Tage und diese werde ich auch intensiv fuer ein weiteres ausgedehntes Sightseeing nutzen. Doch dann bin ich wirklich froh, wenn ich die hektische Grossstadt hinter mir lassen kann.

Bis die Tage!

Freitag, 7. Dezember 2007

Feuchter Spass

Auch wenn es meine Reisekasse gar nicht erlaubt hat, konnte ich doch dem Drang nicht wiederstehen auf eine Raftingtour zu gehen. Bin von Cairns aus mit dem Bus 2 Stunden nach Tully gefahren, wo ein netter, wilder River aus dem Regenwald schiesst. Nach kurzen Instruktionen von unserem Guide ging es auch schon los. Die ersten einfachen Stromschnellen waren schnell ueberwunden, aber dann sollte es doch ganz schoen Speed geben. Als naechstes standen diverse Passagen an, die nur so von engen Felsdurchgaengen, grossen Rocks und nicht zu verachtenden kleinen Wasserfaellen strotzten. Es war total geil, habe noch nie so eine geile Flussfahrt erlebt. Da kann sich unser heimischer Koenln-Duesseldorfer Rheinschipperverein mal eine Scheibe von abschneiden :-)
Weitere Highlights waren, dass es immer kleine Schwimmabschnitte gab, wo das Boot zum kentern gebracht wurde und man sich ueber einen ganzen Abschnitt mit Stroemung hat treiben lassen. Weiterhin gabs noch waterdiving. Eine Stelle auf dem Fluss hatte eine Unterstroemung, wenn Du Dich da reingeschmissen hast, bist auf der Stelle, wie auf einer Welle gesurft. Das Abschlusshighlight war aber der Hit. Am Ende wurde an einem ca. 6 bis 7 Meter hohen Rock mitten im Fluss angehalten und wer Bock hatte, konnte da mit einem beherzten Sprung in Tiefe sich einen extra Schuss Adrenalin abholen. Ich habe es mir nicht nehmen lassen und bin gleich zweimal runter gehuepft. Erntete sogar Ovationen durch meine anscheinend spektakulaeren Flugeinlagen. Beim ersten Mal gabs einen Kopfueber in perfekter Haltung und der zweite Sprung war ein 1A Salto mit anschliessendem Bauchplatscher. Kann wirklich nur sagen ... Grossartiger Tag!

Hier ein paar Eindruecke:











Wieder im Trockenen. Die Madonna auf unserem Armen haben wir uebrigens unterwegs eingesammelt. Sie fand wohl unsere Truppe ganz lustig und hat dann spontan das Boot gewechselt.



Das naechste Mal werde ich mich aus Melbourne melden. Morgen Vormittag geht mein Flug Richtung Sueden. Dann komme ich endlich mal wieder raus aus den Tropen und darf mich auf angenehme 25 bis 30 Grad freuen.

Bis dann!

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Verlorener Sohn trifft verlorenen Sohn

Nach dem ich drei sehr schoene Tage in Cairns verbracht habe, machte ich mich mit einem Mietauto auf nach Port Douglas, wo ich tatsaechlich den Kontakt zu unserem lange vermissten Captainsbruder Sepp gefunden habe.

Achtung ... Trommelwirbel .... da isser und erfreut sich bester Gesundheit.



Insgesamt habe ich jetzt vier Tage in seiner Bude verbracht und so schoen es auch war, die Erde dreht sich weiter und ich bin jetzt wieder in Cairns und ueberlege, wie ich guenstig nach Sueden bis Melbourne komme. Leider muss ich mich auch wieder nach ein paar Verdienstmoeglichkeiten umschauen, da nix tun auch teuer sein kann. Werde mir jetzt aber mal keinen Stress machen, schliesslich habe ich alle Zeit der Welt. Naja, nicht ganz, bis spaetestens Weihnachten wollte ich schon unten sein, da ich dann mit ein paar ehemaligen Cooktownern verabredet bin.

Hier noch 'ne kleine picture show.

Kleiner Ausflug zu den Barron Falls in Kuranda




Und siehe da, es gab dort auch einen deutschen Imbiss


Der four mile beach in Port Douglas


Einsam am Strand


Plantschen im Mosman Gorge



Dann wuensche ich Euch allen einen frohen Nikolaus. Hier ein bisschen vorweihnachtliche Stimmung aus Cairns.

Freitag, 30. November 2007

Zurueck in der Zivilisation

Raus aus dem Outback, rein nach Cairns. Gestern bin ich hier wieder gelandet und habe erstmal einen Kulturschock bekommen. Faszinierend wie schnell man das zivilisierte Leben vergisst und sich erstmal wie der letzte Hinterwaeldler fuehlt. Aber wahnsinn endlich wieder zwischen mehreren Foodanbietern, Klamottenlaeden und Internetcafes zu sein.

Fuer den Ritt zurueck hierher habe ich die recht abenteuerliche Costalroute genommen. Fuer die ca. 250 km haben wir 7 Stunden gebraucht. Offiziell sind wir ueber eine Bundesstrasse gefahren. Jedoch ist diese weder ausgebaut noch geteert. Teilweise ging durch Flussbette und ueber Geroell und Gestein. Habe mich schon den Bus aus einer misslichen Lage schieben sehen, aber es ging alles gut und wir sind gesund und munter angekommen.

Jetzt habe ich erstmal Zeit, um meine letzten zweieinhalb Monate Revue passieren zu lassen und meine Blessuren auskurieren zu koennen. Meine absoluten gesundheitlichen Highlights waren fuer mich auf jeden Fall die verletzte Schulter, permante Muskelkraempfe durch akuten Magnesiummangel (scheiss Trinkwasser) und zum Abschluss nochmal ein Tropical Ear (typische Ohrenentzuendung in den Tropen, ziemlich schmerzhaft kann ich sagen). Will aber nicht jammern, schliesslich haben die positiven Dinge bei weitem ueberwogen.

Wie versprochen, kommen jetzt ein paar Videos und Bilder, die sich ueber die Zeit noch so angesammelt haben.

Die Irrigationtruppe
(v. l. n. r. Ola der Schwede, Andy unschlagbar, Supervisor Jono und Ron aus Berlin)


Mein Freund Peewee.


Farewellgrillen mit den Japanern und Yankee John (der etwas durchgeknallte Hostelhausmeister)


Zu diesem etwas seltsamen Gebilde moechte ich eigentlich gar nicht viel sagen und jeden selber sich Gedanken machen lassen. Es ist im Garten von dem Hostel aufgestellt. Als kleinen Hintergrund gebe ich Euch die Info, dass der Hostelbesitzer (geruechteweise) bevorzugt am anderen Ufer schwimmt ...


Die letzte Woche beim Humping






Finally in Cairns angekommen, mit Sack und vollbepackt. Muss unbedingt mein Hab und Gut reduzieren. Viel zu viel Schlepperei.



It's movie time!

Kickboxing in Cooktown. Hier die unglaubliche Schlacht der Ladies.


Humping Andy


Humping Impressions


Fahrt von der Arbeit nach Hause durchs unglaublich spannende Outback.


Alright, Chapter Cooktown und Bananen ist damit erstmal geschlossen. Weiter gehts ...

keep on watchin'
Andy

Sonntag, 18. November 2007

Zeichen der Zeit

Der Nebel lichtet sich und es ist unbekanntes Land in Sicht. Frueher als geplant, sprich in zwei Wochen, werde ich mein Engagement hier auf der Farm beenden und weiterziehen. Die Gruende sind eigentlich recht einfach, so ziemlich alle Leute, mit denen ich hier eine tolle Zeit geteilt habe, sind bereits abgereist. Ich kann jetzt mit Stolz sagen, dass ich und eine gute Freundin hier im Hostel die letzten Europaeer sind, umgeben von little Asia. Es sind zwar alles auch ganz nette Leute und man kann mit ihnen auch jede Menge Spass haben, doch es ist irgendwie nicht dasselbe.
Demnach ziehe ich jetzt hier einen Schlussstrich und schlage ein neues Kapitel auf. Ich blicke auf die Zeit in Cooktown auf jeden Fall mit zwei weinenden Augen zurueck, da es wirklich grossartig war. Ich habe viele tolle Erfahrungen gesammelt, fantastische und durchgeknallte Leute kennengelernt und ein Stueck wahres Australien erlebt. Meine letzten Tage auf der Farm werde ich auf jeden Fall geniessen. Ich bin mittlerweile auch nicht mehr der Bewaesserungsmeister. Mich hat es nach ausgeheilter Schulter wieder zum Humpen zurueckgezogen. Es unglaublich aber wahr, ich habe das Bananenschleppen echt vermisst und da ich mittlerweile auch die Baeume cutten darf, ist es nochmal so spassig.
Am 28.11. geht es dann endgueltig nach Cairns, wo ich mich darauf freue, was das Schicksal fuer neue Ueberraschungen fuer mich bereit haelt. Werde auf jeden Fall mich wieder nach Arbeit umschauen. Nachdem aus mir ja jetzt ein richtiger Farmer geworden ist, werde ich mich auch wieder in diese Richtung orientieren.
Bevor es aber weitergeht, werde ich mir die Zeit nehmen, um hier auf dem Blog einen Bilder- und Filmchenangriff zu starten. In Cairns warten anstaendige PCs auf mich, die es mir endlich wieder erlauben, interessantes Material fuer Euch ins Netz zu schiessen.

Dann bis in zwei Wochen auf diesem Kanal.
Miss you all and see ya fellows!